Beerdigung

"Halte mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasset mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe."

1. Mose 24, 56

Bei der kirchlichen Beerdigung feiern wir einen Trauer-Gottesdienst in unserer Friedhofskapelle auf dem Evangelischen Friedhof Bommern an der Deipenbecke / Im Brahm.

Unsere verstorbenen Gemeindemitglieder werden zu Grabe geleitet. Dabei wird verkündigt, dass nicht der Tod, sondern Gott das letzte Wort über uns spricht. Wir hören eine Trauerpredigt, in der die oder der Verstorbene und ihr oder sein Leben gewürdigt werden.

Musikalische Ausgestaltungen und persönliche Wünsche des / der Verstorbenen oder der Hinterbliebenen können berücksichtigt und mit dem Pfarrer abgesprochen werden. Der Bestattung geht in der Regel ein seelsorglicher Trauerbesuch des Pfarrers bei den Hinterbliebenen voraus.

Mit dem Bau der Trauerhalle wurde im Frühjahr 1898 begonnen.
Die Einweihung erfolgte im Rahmen einer kirchlichen Feier am Totensonntag 1898. 70 Jahre später, im Jahre 1968, wurde die Trauerhalle erweitert.

Neue Fenster wurden 1998 von Oswald Krause-Rischard entworfen und von der Glaserei Derix, Taunusstein gefertigt. Glasgestaltung: Echt-Antikglas mit Ätzung in Blei gefasst, 18qm.

Im Giebel der Trauerhalle hängt seit dem Frühjahr 1994 eine Stahlglocke mit einem Durchmesser von 480 mm und einem Gewicht von 30 kg. Die Glocke ist freistehend und mit einem Hammer versehen. Sie wurde 1879 im Haus Buschey als Notglocke montiert und 1994 der Evangelischen Kirchengemeinde Bommern für den Friedhof geschenkt.

Lageplan (zum Vergrößern bitte anklicken)

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Kann kirchlich bestattet werden, wer nicht oder nicht mehr der Kirche angehört?

In der Regel werden nur Mitglieder der evangelischen Kirche kirchlich bestattet. Verstorbene, die nicht oder nicht mehr der evangelischen Kirche angehören, können ausnahmsweise kirchlich bestattet werden, wenn dies aus seelsorglichen Gründen angezeigt scheint. Hat der Verstorbene ausdrücklich eine kirchliche Bestattung abgelehnt, kann er nicht kirchlich bestattet werden, auch dann nicht, wenn es der ausdrückliche Wunsch der Hinterbliebenen ist. In diesem Fall wird der Pfarrer die Hinterbliebenen seelsorglich begleiten, wenn dieses gewünscht wird.

Kann ein Kind kirchlich bestattet werden, wenn es noch nicht getauft war?

Ja. Verstirbt ein Kind, bevor es durch die Taufe Glied der Kirche wurde, kann es kirchlich bestattet werden, wenn die Eltern oder Pflegeeltern es wünschen.

Kann auf dem evangelischen Friedhof jemand bestattet werden, der nicht zur evangelischen Kirche gehört hat?

Ja. Auf unserem evangelischen Friedhof werden nicht nur evangelische Christen bestattet. Auch Mitglieder anderer christlicher Kirchen und Religionsgemeinschaften und auch Menschen, die keinerlei religiöse Bindung haben, können dort ihre letzte Ruhestätte finden. Über die Nutzung der christlich gestalteten Trauerhalle muss im Vorfeld im Einzelfall entschieden werden.

"Das Paar", 1988

Sockelinschrift: IN MEMORIAM JOHANNA UND REINHOLD URBAN 1954 / 1945 KH.U. / G.L. UNGER

Auf dem Friedhof in Witten-Bommern befinden sich drei Skulpturen, die nach Entwürfen des Malers, Bildhauers und Schriftstellers Karlheinz Urban gefertigt sind. Ausgeführt hat die Arbeiten der Steinmetz Klaus Unger. Eine Skulptur befand sich zunächst auf dem Grab des 1994 verstorbenen Künstlers, der sich um das kulturelle Leben in Witten verdient gemacht hat. Hier ist ein Liebespaar dargestellt ("Das Paar", 1988). Die Arbeit ist 1.80 Meter hoch und aus Naturstein gefertigt. Die Köpfe der beiden Personen sind einander zugeneigt, die Augen sind geschlossen. Die Körper von Mann und Frau werden in dieser leicht abstrahierten bildhauerischen Umsetzung zu einer geschlossenen Form, welche die ganze Vertrautheit einer innigen Liebesbeziehung zum Ausdruck bringt. Zwei weitere, ebenso gelungene Varianten des Themas befinden sich an anderen Stellen des Friedhofs.

Die Skulptur "Das Paar" steht heute in direkter Nähe zur Friedhofskapelle auf einem von Grabstellen umrahmten Rasenstück, Ort für die Kranzniederlegung am Volkstrauertag.

Karlheinz Urban, geboren am 26. April 1915 in Schweidnitz/Schlesien, hatte 1987 seinen Wohnsitz nach Witten-Bommern an die Bleichestraße 11 verlegt. Hier verstarb er im Jahr 1994. Er war Mitglied im Autorenkreis Ruhr-Mark. Von 1974 bis 1984 war er Organisator von Wettbewerb für Lyrik der Stadt Witten.

Karlheinz Urban begann seine Laufbahn als bildender Künstler als Autodidakt erst im Alter von 47 Jahren. Als seine kunstpädagogischen Lehrer nennt er so bekannte Persönlichkeiten wie Oskar Kokoschka und Alfred Hrdlicka. Als Gasthörer wohnte Urban an der Ruhr-Universität in Bochum den Vorlesungen über Kunstgeschichte bei. Aber das schloss nicht aus, dass er zugleich - in ganz anderer Richtung - das Verwaltungsexamen ablegte. Anfang 1962 schenkte der in Witten lebende Bildhauer Peter Lechner seinem kunstinteressierten Mitbürger Urban einen Klumpen Ton und forderte ihn auf, aus dieser gestaltlosen Masse Figuren zu formen. Was mehr als Zufall begann, erwies sich schon bald als fortdauernde Lebensnotwendigkeit: ein neuer Plastiker kündigte sich an. Urban wird als talentierter Bildhauer in Erinnerung bleiben. Giesserei-Abfälle (Schlacke-Spritzer) des Wittener Stahlwerks inspirierten Karlheinz Urban zu seinen Werken. Er schuf daraus verschiedenste Plastiken, so zum Beispiel die komplette Gestaltung des Altarraums der Kirche auf der Oberkrone, Witten und das Relief "Die Menschenfischer" von 1978 im Foyer der Freien evangelischen Gemeinde in Bommern.

Der "neue" Teil des evangelischen Friedhofs

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Prof. Dr. Jörg Ennuschat
Tel. 02302 - 390028